~ Present

~ I am.

In den letzten Monaten ging es viel um meine eigenen Visionen. Um Schuldgefuehle, die nicht gegenwaertig sind, um meine Praesenz, um Grenzen und vor allem, um Verantwortung. Ich habe einiges neu aufgegriffen, hinterfragt, ueberdacht und einiges habe ich groesstenteils oder gar vollkommen ablegen koennen. Es gibt Menschen, die nun nichts mehr in mir ausloesen koennen. Trigger, die scheinbar keine Angriffspunkte mehr sind. Gleichzeitig verfalle ich schnell meinen Bildern im Kopf und mache mir im Nachhinein Vorwuerfe, wenn ich mich in einer Art „Paralyse“ befand. Gedanken, die mir aufzeigen, ich sei unfaehig angemessen auf bestimmte Situationen zu reagieren, passend zu empfinden. Die mir aufzeigen, ich befinde mich wo anders, weit weg, aber nicht in der Gegenwart. Dann scheint alles surreal, als wuerde ich mich selbst beobachten. Als wuerde ich von Aussen „zusehen.“ Bis September moechte ich bereits ausgezogen sein und angemeldet auf der FOS sein. (was alles seit einigen Monaten in Vorbereitung ist) Zur Schule gehen, Freunde finden, die Welt mit jedem Herzschlag neu entdecken. Meine groesste Sehnsucht in die Realitaet umsetzen und das „wahrgenommen werden“ leben. Ich weiss nicht, inwiefern es moeglich sei keinerlei Zweifel zu haben? Zweifel daran, ob sich jemand zu mehr setzen wuerde an meinem ersten Schultag. Ob ich mich trauen wuerde, selbst jemanden zu fragen? Zweifel daran, ob ich wirklich Menschen finde, die mir gleichgesinnt sind? Menschen, bei denen ich mich wohl fuehle und sie sich bei mir. Menschen, die meinen Namen zum ersten Mal aussprechen und ich ueber’s ganze Gesicht strahle. Zweifel daran, Besuch zu erhalten oder schon vorher eine passende WG gefunden zu haben. Zweifel daran, unglücklich zu sein, ohne zu wissen, woran es liegt oder ungluecklich zu sein und zu wissen, woran es liege. Lasse ich das alles Aussen vor, verspuere ich keine Angst, sondern unfassbar grosse Vorfreude, die es kaum noch aushaelt zu warten. Ich lerne noch immer und habe auch wieder angefangen zu lesen! Auch zeichne und male ich wieder regelmaessig, ohne Druck. Ich glaube kaum, dass sich meine Zweifel bewahrheiten, eher glaube ich, wenn ich die Haltung annehme, werde ich wenig geniessen oder wahrnehmen koennen. Das wahrnehmen, was mein Herz höher schlagen laesst und mich sein laesst. Warum sollte ich auch keine Freunde finden oder all das Leben koennen, was ich mir sehnlichst wuensche? Ich bin ein offener Mensch und moechte nicht mehr leise sein. Ich moechte schreien mit der Absicht heraus, dass ich gehoert werde und Emotionen leben, wie es mir gut tue. Also schon bald wird es Zeit: „Hey, ich bin Yaren. Nett dich kennenzulernen.“ 🙂

Danke fuer all die bunten Farben, die noch auf mich zukommen werden und fuer das Leuchten in deinen Augen.

~ In Love, Yaren.💕🛸

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~ Stille

Das Gefuehl zu haben, dass daheim alles so vorhersehbar sei.. Dass ich mich in einem Trott gefangen fuehle, dem ich staendig versuche zu entfliehen.
Sowie, als haette ich ein Buch zu Ende gelesen und nun weiss ich, dass es da nichts mehr gaebe.

Ich brauche und moechte etwas ganz anderes..
Etwas fliessendes und gleichzeitig spontanes/bewegendes/sprunghaftes.. Aufregung, etwas, was ich mir so gar nicht erahnen kann.. Schockiere mich, beruehre mich, entfalte meine Neugier.. Ueberrasche mich, lass mich Interesse habe, fasziniere mich, hau mich einfach um.💕

~ Yaren☁️

~ Alles, um zu >sein<

° 02.12.20 °

Ich haette vieles sagen wollen. Ich koennte erzaehlen, dass mein Antrag durch sei und ich bereits den ersten Kennenlerntermin meiner Sozialpaedagogin hatte! Danke dafuer!! Super sympathische Frau, bei der ich wirklich das Gefuehl habe, sie koenne mir bei der Umsetzung meiner Visionen eine unglaubliche Hilfe sein. Es realer, greifbarer machen, damit der Boden unter meinen Fuessen eine andere Form annehme. Ich koennte erzaehlen, dass mir mein eigener Kreis vor Augen bleibt und ich verspuere, dass es Menschen gibt, die wahrhaftig hinter mir stehen.. Meine Therapeuten.. Eine Freundin, die ich in diesem Jahr kennengelernt hatte und mehr als lieb gewann. S., die mir oft aufzeigt, was fuer ein schoener Mensch ich sei, welch grosses Herz ich habe. Sie stehen alle hinter mir. Was macht mir dann Sorgen?? – Mich wieder selbst verlieren zu koennen. Ich sehe mich wo anders.. Ganz weit weg von dem, wie ich aktuell lebe. Manchmal durchflutet mich der Schmerz, wenn die Sehnsucht zu gross wird. An der FOS vorbeizulaufen und das Stechen in meiner Brust zu spueren. Seinen Impulsen folgen, obwohl es dir die Kehle zuschnuert, weil du weisst, welche Folgen es haben wird. Sich hinzusetzen und zu lernen, auch, wenn es frustriert, wenn du erstmal nicht weisst, wie du vorgehen solltest.

Alles, um zu ~sein~

Alles, um zu leben.

Und genau, dass ist der Grund, weswegen es sich so sehr lohnt.

Und die eigentliche Nachricht, die ich mitteilen wollte ist, dass ich meine Therapeutin nur noch bis April haben werde.. Schrieb sie mir heute.. Ich kann nicht mehr verlaengern, nachdem ich sie 3 Jahre lang meine Therapeutin nennen konnte.. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht einmal an die Gespraeche erinnern, vor diesem Jahr.. Fuehlt sich so an, als haette dieses Miteinander erst in diesem Jahr angefangen.. Als waere das erst der Anfang.. Und das soll nun zu Ende gehen?? Nachdem ich voller Glueck und Mut aus diesen Terminen raus gegangen war.. Nachdem diese Frau meine Entwicklung beobachten konnte und mir eine Hand auf den Ruecken lag.. Nachdem sie mir aufzeigte, meine eigene kleine Familie zu haben, die mich zum Strahlen bringe.. Durch sie gewann ich an Annahme..

5 Monate.. Das ist zu wenig.. Zu wenig, um an Abschied zu kommen. Zu wenig, um mich darauf vorzubereiten, denn ich moechte nicht loslassen. Nicht sie..

„Das Leben wird vorwaerts gelebt und rueckwaerts verstanden.“

~Yaren🌌

~ Er applaudiert fuer mich?

Man kann die falschen Dinge mit den „falschen“ Menschen teilen. Jemanden, den du in Schutz nehmen moechtest, wirst du wohl kaum bei der Polizei melden oder in’s offene Messer laufen lassen. Dr. M hatte mir mitgegeben, dass es auch Selbstschutz sei, wenn ich bestimmtes nicht oder weniger mitteile. Habe ich erfreuliche oder schlechte Nachrichten, kann ich dies ebenso oberflaechlich erhalten oder so anders platzieren. Ich glaube, was mir dabei wichtig sei ist, dass ich es nicht in meinem Inneren weilen lasse. Raus aus meinem Kopf gehen. Etwas in der Theorie anzuwenden, fiel mir wahrscheinlich immer eher leichter, als dies in der Praxis umzusetzen. (kam auf die Bewaeltigung an.) Manchmal erfuhr ich auch, dass ich etwas in der Praxis anwenden konnte, obwohl ich glaubte, es theoretisch gar nicht erst verstanden zu haben. Schoenes Gefuehl. (: Dr. M. sah ich jetzt schon laenger nicht mehr – so an die 3 Wochen. Ich hatte, wie immer, viel zu erzaehlen. Die Stunde lief irgendwie anders ab, als sonst. Mittendrin wurde ich ganz unruhig vor Freude. Als wuerden all die Herausforderungen keine Angst machen, sondern aus purer Energie bestehen, aus dem Willen heraus, unstoppbar sei. Darum geht es wohl, sich nicht aufhalten zu lassen. Es kamen nicht einmal Gedanken auf, dass das egoistisch von mir sei, dass ich mein Aussen missachten wuerde usw., denn das ist nicht der Fall. Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, dass ich jemals ein Mensch sein koennte, der ruecksichtslos sei, ob beabsichtigt oder unbewusst. Und falls doch, kann mir das natuerlich mitgeteilt werden! Ich hatte letztes Mal die Aufgabe erhalten zu beschrieben, wie mein Leben in 10 Jahren aussehen wuerde. Ich schrieb 3 Seiten voll, als haette ich konkret Ahnung davon. 😀 Aber, was mir so sehr an dieser „Aufgabe“ gefallen hatte war, dass ich intuitiv sein konnte. Absolut nicht leicht, aber jetzt visualisiere ich dieses „Resultat“ auf zwei Plakate. Es ist kein Resultat, weil es Intuition aufzeigt. Ich kann es jederzeit abaendern. Nachdem ich ihm das „vorgetragen“ hatte, applaudierte er, was mich erst irritierte.. Und gleichzeitig ging mein Herz auf!

~ Ich hoffe euch allen gehe es gut.💕

~ Yaren✉️

~ Mein eigener Kreis?!

~04.11.20

✨🧡🔥🌹<3

Heutige Therapie bei Fr. D:

Intensiv

Interessant

Schmerzhaft – leicht

Und vor allem erkenntnisreich.

Die Aufstellung meiner Familie, Anteile, Gefuehle etc. (alles durfte sein), zeigte auf, dass ich eine eigene Familie habe, die mir Waerme verleiht, mir Mut schenkt und das, was ich brauche, um mir selbst zu vertrauen.

C. (Fuer Sie trage ich 2 Herzen in meiner Brust) – Halt – Hoffnung – Ich – kleine Yaren

Wir bilden einen Kreis und gleichzeitig wird meine Sicht dadurch nicht versperrt. Sie stehen hinter mir, neben mir, erdruecken mich jedoch nicht. Sie sind ein fester Bestandteil meinerselbst und gleichzeitig kann ich mal jemanden aus dem Kreis nehmen oder wo anders platzieren.

Mehr gibt es gerade nicht zu sagen, weil ich das Gefuehl gerne so stehen lassen moechte.

Ich liebe es, was mich zu Traenen ruehrt.

~ ✨🧡🔥🌹<3

~ Nimmst du meine Entschuldigung an?

22:28

Ich merke, dass ich wieder verwundbarer werde. Ich bin schneller zu verletzen und reagiere empfindlicher auf das Aussen. Auch dann, wenn es scheinbar nicht zu sehen sei. Manchmal fange ich an zu weinen, einfach so. Manchmal fange ich an zu laecheln, einfach so. Manchmal faellt es mir schwer lachen von Schmerz zu unterscheiden. Irgendwie habe ich mich dabei beobachtet, wie ich das Grinsen anfange oder auch schwach lache, wenn ich eigentlich verletzt oder verunsichert sei. Keine Ahnung, wie das bei meinem Gegenueber ankommt. Ob es ueberhaupt auffaellt, aber M. scheint es nicht besonders zu bemerken. Das „Alte“ loest wieder viel aus, innerlich, was sich automatisch auf meinem Koerper projiziert. Ich spuere den Druck, die Anspannung, die auf mir liegt, habe jedoch keine Ahnung, wie ich es entschaerfen koennte. Mein Geist und mein Koerper wollen irgendwie auch gar nicht damit aufhoeren. Sich wollen beansprucht, herausgefordert werden, vor allem dann, wenn es zu weit weg scheint. Die Ansprueche sind gerade vielleicht ein wenig zu hoch fuer mich. Und das obwohl es meine eigenen sind, denke ich. Klar, da fliessf bestimmt etwas von Aussen ein. Fragen, wie „Wann geht sie arbeiten oder wird generell die Berufswelt betreten?“ „Moechte sie nicht ihr eigenes Geld verdienen?“ „Wovon ist sie muede?“ Sie werden mir so nicht gestellt. Gleichzeitig ist das fuer sie vielleicht genau das, was am meisten dieses „Ich habe mein Leben im Griff“ repraesentiert. Ich erzaehle mittlerweile weniger von mir. Manchmal reisse ich mich aber auch zusammen, um nichts preiszugeben, was Enttaeuschung beinhalten wuerde. Manchmal aber rede ich einfach und versuche es eben immer zu, um dann irgendwann zu sagen, dass ich genug habe. Genug von „Non-Reaktionen“ oder Reaktionen, die etwas in mir treffen wuerden. Es kommt vermutlich oft zu Missverstaendnissen, weil bestimmte Gefuehle scheinbar stetig da seien. Ueberwiegend ist es Schuld. In letzter Zeit bricht es wieder eher ein.. Mein Inneres aufrecht erhalten. Es ist zerreissend mein Aussen zu halten, ohne mich selbst darin zu verlieren. Je mehr ich mich um andere bemuehe, desto mehr Distanz erschaffe ich zu mir selbst. Verrueckt, dass ich das nun so sehe. Ich habe keine Angst davor andere im Stich zu lassen bzw. fallen zu lassen. Ich habe Angst davor mich selbst im Stich zu lassen, sowie damals. Ich wuerde das nicht erneut zulassen wollen.. Hatte mir eingeredet, dass ich unbedingt fuer andere da sein muss, greifbar und erreichbar sein muesse, egal, wie sehr es mir zusetzte.. Egal wie sehr mir die Luft wegblieb oder ich ueberzeugt davon war, dass mein Herz nur noch aus Splitter bestehen wuerde.. Ich hatte mich abgelehnt und alleine stehen gelassen, als sei ich mehr nicht wert gewesen. Und jetzt? Entschuldige ich mich aufrichtig dafuer, dass ich nicht fuer dich da gewesen war, kleine Yaren.

~ Einfach Yaren🌍

~ Nostalgie

Manchmal braucht es keine Worte mehr, um mich zu sortieren. Manchmal braucht es auch keine Worte, um jemanden nahe zu sein. Manchmal brauche ich nichts aussprechen, um meinen Gefuehlen Ausdruck zu verleihen. Dadurch koennte mir sogar etwas verloren gehen oder gar, ich koenne bestimmtes bereuen, was ich meinen Gegenueber mitgeteilt habe. Was mir gerade viel gibt ist das Lernen. Ich gehe es wieder an fuer die Schule zu lernen. (seit einigen Tagen) Es ist zwar nicht absehbar, ob ich im naechsten Jahr wirklich auf die FOS gehen koenne, aber was haelt mich denn davon ab? Bis dahin hoffe ich natuerlich aus einer anderen Wohnsituation heraus studieren zu koennen und na ja.. Das bunt sein zu leben? Einen Neuanfang. Das Alte, gewohnte loslassen wollen, ist hart.. Es liegt mir schwer auf meiner Brust. Gleichzeitig ist sich loesen wieder ein atmen koennen. So richtig! Ich kann mich begeistern fuer das Lernen und es fuehlt sich endlich wieder so an, als waere ich imstande dazu es anzugehen und gluecklich sein dabei zu erfahren. Wahrscheinlich baue ich mir gerade eine „Scheinsicherheit“ auf, aber wenn ich mich in meinen Aengsten nicht verenne und dem nicht zu viel Raum gebe, sehe ich darin nichts ungesundes. Vieles hat dazu gefuehrt, dass ich bestimmtes schon zwanghaft meide, nur, weil ich in meiner Vergangenheit damit eine Art Sucht, Kontrolle oder Uebertreibung (Extreme) verbinde. Klar, es ist verstaendlich, dass ich dann Panik kriege, wenn ich glaube dem dann wieder naeher zu kommen, aber, wenn ich mal eine Mahlzeit ausfallen lasse oder zu lange an etwas dran bin, wie das Lernen oder einem Projekt, wie ein Leinwandbild oder ein Beduerfnis aufschieben bzw. missachte, heisst das nicht direkt, dass ich wieder gefangen bin. Ich moechte auf meine Impulse vertrauen.

Und gerade bin ich wirklich erschoepft vom Lernen, vom Essen, vom „Aufgaben“ erfuellen, vom „sich bemuehen.“ Auch habe ich heute zum ersten Mal ein riesiges Leinwandbild angefangen und erstmal eine grobe Zeichnung erstellt. War anstrengend, wusste nicht so recht, wie ich vorgehen solle. Was nicht ermuedend war, war das raus gehen. Ich liebe den Herbst.. Das Faerben der Blaetter. Die Sonne, die durchscheint und der Wind, der meine Haare in ein leichtes Schwingen versetzt. Was ich noch mehr liebe ist.. lieben. Ich liebe es zu lieben.

~ Yaren❤️

~ Trust me

~ Alles wird sich fuegen. Der Schmerz ist nicht mehr so anhaltend, wie ueblich. 3 Wochen nicht gemeldet und mit meinem „Abschied“, habe ich vielleicht nicht mehr gebraucht, um unbewusst eine Entscheidung getroffen zu haben. Ich fuehle mich nicht mehr ausgeliefert, wie ueblich.. Auf alles bezogen.. Auf die kleine Yaren bezogen.. Auf vergangenes bezogen.. Auf mein jetziges Ich bezogen.. Auf alles, was mit mir in Verbindung stehe.

Es ist ertraeglicher, als gedacht. Wenn nicht sogar befreiend. Von Aussen hat sich an sich ja nichts veraendert und ich war stetig ueberzeugt davon, dass erst im Aussen etwas passieren muss, damit ich diese gewohnte Schwere ein stueckweit ablegen koenne.. Doch das trifft nicht zu, denn mein Innen ist das, was sich von etwas loest.. Es fuehlt sich zumindest so an. Aus diesem Gefuehl heraus, bedeute ich such Leichtigkeit. Ich bin. Der gewohnte Parkplatz, den ich kenne, ist nicht mehr nur eine Verdeutlichung, damit es ueberhaupt mal ausgesprochen worden ist. Es kam auch mal auf der emotionalen Ebene an. Und nein, mir raubt es nicht die Luft zum Atmen, wie ich es erwartet hatte. Es laesst mich fuehlen und sein. Ich glaube mir selbst. Da ich das sonst nicht tat und ich mich staendig damit befasste, inwiefern ich fuehlen darf, inwiefern ich sein darf und inwiefern ich fuer mich Entscheidungen treffen darf, schwebte ich nur zwischen Fragen hin und her, die Kopfzerbrechen bedeuteten. „Einfach machen“, ist vielleicht genau das, was gerade notwendig sei, um Yaren Ausdruck zu verleihen.

Alles wird sich fuegen und ich vertraue darauf.

~ Einfach Yaren🔥❤️

~ Verzeihe mir

~ ICH WAR HINGEFAHREN. NICHT NUR, WEIL ES SEIN GEBURTSTAG WAR, SONDERN WEIL ICH NOCH IMMER HOFFNUNGEN HATTE. HOFFNUNG DARIN, ICH WUERDE MICH NICHT VERRENNEN. ICH SUCHE VERGEBENS ETWAS IN J. DENN ER WIRD MIR SEINE HAND NICHT REICHEN UND ER WIRD MICH NIEMALS MIT DEN AUGEN SEHEN, WIE ICH IHN GESEHEN HABE. ICH SPRECHE NICHT VON LIEBE. ES FUEHLT SICH AUCH LANGE NICHT MEHR WIE EIN „VERLIEBT SEIN“ AN. ICH SPRECHE VON BUNTEN FARBEN, DIE MIR WAERME VERLEIHEN.

Wir hatten uns 2 Monate nicht mehr gesehen gehabt. Ich war uebernacht geblieben. Vielleicht brauche ich nicht mehr dazu sagen, denn im Endeffekt ist das jetzt 1 Woche her und dieser Schmerz befand sich auf einer anderen Ebene, wie die vorherigen Wunden. War’s das? Wird das nun so enden? Am Tag darauf tat ich das, was an sich der Grund dafuer war, weswegen ich zu ihm fuhr. – Reden.

Ich hatte auch von ihm verstanden gehabt, dass Reden sinnvoll sei, weswegen ich verwundert war, dass da nichts kam. Das Gespraech fuehrte zu einer Zerrissenheit, der ich nicht weiterhin ausgeliefert sein wollte, weswegen ich nach einer gefuehlten Ewigkeit gesagt hatte, er solle mich bitte zum Bahnhof fahren, damit ich nach Hause fahren kann. Ich versuchte so kontrolliert wie moeglich zu klingen, aber alles an mir bedeutete Schmerz. Du kannst dir mit mir keineswegs eine Beziehung vorstellen. Jeodch kannst du dir generell eine Beziehung vorstellen, unabhaengig von mir. Ich sei nicht dein Typ dafuer. Keine Ahnung, warum ich mich so abnormal erniedrigt fuehlte, obwohl ich mir nichts mehr mit J. vorstellen koenne. Keine Ahnung, warum es 1 Millionen Stiche verursacht hatte zu hoeren, dass ich nicht einmal ansatzweise die Bedeutung und Besonderheit habe, wie du fuer mich. Keine Ahnung, warum ich spuerte, wie verunsichert du warst, als ICH gegangen war.. Und nicht darauf gewartet habe bis du mir sagst, du faehrst mich jetzt heim.. Es verlief anders ab, wie die Male davor…. Der Schmerz war anders.. Ich war gegangen.

Ich bin etwas gaengiges fuer dich, denn als ich das ausgesprochen habe, hast du nicht widersprochen. Ich trage nicht die Wichtigkeit, die ich gerne fuer dich gehabt haette.

Ich konnte ihn nicht einmal mehr ansehen und vor allem, konnte ich mich selbst nicht mehr ansehen.

Seitdem ist nichts mehr. Jemanden so nahe zu sein, obwohl Ozeane dazwischen liegen, ist ein ekliges Gefuehl. Unerfuellt, leer.. Unvollstaendig.

Und dennoch sagte ich, ich wuerde den Schmerz nicht rueckgaengig machen wollen.

Aber wir sind viel zu weit entfernt voneinander..

ICH KOENNTE BUECHER DAMIT FUELLEN, ABER DAS WUERDE DANN KEIN ENDE FINDE.. ENDLOSSCHLEIFEN DURCHBRECHEN, MOECHTE ICH LERNEN.. DESWEGEN, bis bald.

~ 🚬

~ Gefuehl – Verstand

Ich war ziemlich inaktiv geworden, nicht, weil ich keine Motivation zum Schreiben hatte, im Gegenteil (das machte ich anderweitig schriftlich), sondern – weil mich der Gedanke, dass meine Stimme (in diesem Fall mein Schreiben) kein Gewicht trage, blockierte. Es liess mich Zweifeln, obwohl ich natuerlich nicht die Gewissheit habe, dass dies auch wirklich der Wahrheit entspreche.

~ Im gesamten betrachtet, fuehle ich mich leer und wuetend zugleich. Ich spuere diese Zerrissenheit in mir deutlich – vielleicht sogar zu deutlich, um frei von Aeusserungen und Einfluessen zu sein. Ich versuche Strategien anzuwenden – Spiele viel mit Kaelte, um zu spueren, aber ich muss auch zugeben, dass es keineswegs den selben Effekt habe, wie dissfuktionales. Na ja, was logisch ist, weil das alles mit der Uebung komme, aber ich moechte auch nicht ignorieren, dass oefter das Verlangen aufkommt zu rauchen oder mich in den Zug zu setzen, um ihn zu sehen. (ob er mich jetzt fragt oder nicht.) Und nein, er habe mich nicht gefragt, ob wir uns mal wiedersehen koennen. Unser letztes Treffen war Ende Juli gewesen, glaube ich. Und nein, ich moechte nicht, dass ich ueberhaupt gefragt werde, da ich ihn nicht sehen moechte. Wenn mein anderer Anteil schreit (der glaubt ihn zu vermissen), spricht an sich Einsamkeit in mir. Einsamkeit und das, wonach ich suche. Ich habe keine Ahnung, was ich suche oder wen ich suche. (Ich tippe eher auf „etwas“), aber, was auch immer es sei, ich werde es nicht in ihm finden. Das ist nicht sein „Fehler“, um das dazu zu sagen, denn ich spreche nicht von Schuld. Ich wuerde nie von Schuld sprechen, weil ich dieses Gefuehl bei mir selbst sehe, seitdem ich Kind war. Ich spreche jedoch von „zulassen meiner Gefuehle im Zusammenhang meiner Gedanken.“ Manchmal wirken diese Faktoren in Verbindung zueinander, getrennt voneinander, als wuessten sie nicht, was ihre Aufgabe sei. Und manchmal komme ich fuer mich doch dahinter und sehe einen Sinn, einen Grund. Es ist ein Zusammenspiel von Gefuehl und Verstand, kein „Nichts miteinader zutun haben wollen.“ Sie koennen zerstritten sein, verletzt sein, muede sein. Aber aus alldem, haben sie zusammen eine Grundbasis erschaffen, die stetig funktioniert und nie aufhoeren wird im Gleichgewicht zu sein.

Er bleibt fuer mich praesent, solange bis ich daran arbeite, aktiv arbeite. Doch bis dahin, wuerde ich ihn ja gerne in ein Tresor schliessen und „platzieren.“ Es gibt Momente, wo ich mich frage, ob ich es wieder tun wuerde. Wuerde ich wieder zu ihm nach Hause fahren, obwohl ich bereits weiss, was geschehen wird? Beim ersten Mal, als der Schmerz mich regelrecht verschlungen hatte, habe ich nur dazu beigesteuert, dass diese Gefuehle verbunden zu J. gefuettert wurden von MIR. – Denn ich war genau am selbigen Punkt. Setzte mich in den Zug, malte mir aus, was ich diesmal anders machen wuerde – stellte mir vor, entspannter wirken zu wollen und dann, wenn ich „ploetzlich“ wieder neben ihm liegen wuerde, zu vermitteln, dass das hier gerade nicht richtig ist. – fuer mich. Stattdessen kam ich am naechsten Tag Zuhause an, aufgeloest und wirr, stellte mich unter die Dusche und ekelte mich vor mir selbst. Ich legte mich in mein Bett, machte mich klein und sehnte mich mehr denn je nach Sicherheit, nach einem Platz, wo ich sein durfte und aufgehoben war, nach einer Umarmung, die mich erst dann loslassen wuerde, wenn ich ein Zeichen gebe, falls ich das denn gewollt haette. Ich traute mich kaum mich anzusehen, weil ich Angst hatte meine Augen waeren ohne Inhalt, ohne diesen Funken. Es machte mich wahnsinnig nicht zu wissen, ob ich das letzte Mal seine Hand halten wuerde.

Ich kann es mir selbst nicht so recht erklaeren, (noch nicht.)Weswegen ich in einem eigentlich fremden Menschen, so viel gesehen habe und wohl noch immer sehe. Aber ich glaube, dass ist ein altes Muster von mir. Jedesmal, wenn ich glaubte, dass da einfach jemand sei, dass ueberhaupt jemand da sei, verlor ich mich in diesen Menschen. Mit dem Unterschied, dass es noch nie soweit kam, wie bei ihm. Zumindest koerperlich gesehen. Emotional bedingt, habe ich das oft erlebt, immer und immer wieder.

Ich werde im naechsten Beitrag mehr erzaehlen – da moechte ich eher auf mein Empfinden Zuhause eingehen.

Passt auf euch auf.

~ Yaren🦋💛